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British impoliteness

Dieses Wochenende waren wir also in London. Die Hinfahrt ist relativ ereignislos verlaufen, außer dass ich auf der Fähre ganz ausgiebig zum Porzellangott beten musste, weil der Wellengang leider etwas abenteuerlicher ausgefallen ist. Freitag frühs um neun waren wir dann also da und mussten uns erstmal mit dem U-Bahn-System zusammenraufen. Dann haben wirs aber doch ins Hostel geschafft und konnten endlich duschen und was frühstücken. Nachdem wir eingecheckt hatten sind wir todmüde und zerstört Richtung Tower Bridge gekrochen und von da zum London Eye, Big Ben, Westminster Abbey, Buckingham Palace und Convent Gardens. War jetzt eigentlich nicht so berauschend. Relativ langweilig eigentlich. Viele Touristen. Um sechs waren wir dann endgültig fertig mit den Nerven und sind dann ins Hostel und haben uns schlafen gelegt. So viel zum Thema „Legendäres Londoner Nachtleben“. :D

Samstag früh sind wir dann nach Camden Town gefahren und haben unser mühsam Erspartes unter die Leute gebracht. Dennoch waren wir begeistert, wie viele außergewöhnliche Dinge man da doch für (verhältnismäßig) wenig Geld bekommt. Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass es den ganzen Tag echt arg geregnet hat. Wir haben dann auch ziemlichen Hunger bekommen und mangels Unterstellmöglichkeiten haben wir unsere Tesco-Fertignudeln in einer Telefonzelle vernichtet. Wir sind ja schon an die irritierten Blicke anderer Menschen gewöhnt. Zum Schluss sind wir dann noch zu King’s Cross gefahren und haben am Gleis neundreiviertel unser Touristenfoto gemacht. Dann ging’s wieder zur Coach Station und Richtung Dublin.

Im Bus haben Larissa und ich uns die letzte Reihe gesichert, weil richtig wenig Leute im Bus waren und weil man sich ganz hinten halt am besten ausbreiten kann – dachten wir. Es kam dann nämlich ein ganz liebenswürdiges britisches Pärchen daher und hat sich genau vor uns gesetzt. Obwohl der ganze Rest des Busses komplett leer war. Dann haben sie ihre Rückenlehnen zurückgeklappt, natürlich ohne zu fragen, ob wir uns dadurch irgendwie in unserer Sitzposition beeinträchtigt fühlen. Dann haben sie angefangen sich zu küssen. Und zwar so richtig, das volle Programm, mit widerlichen Geräuschen und allem. Also hab ich meinen iPod eingestöpselt und hab mich hingelegt zum Schlafen. Weil diese liebenswürdigen Personen aber ihre Rückenlehnen dermaßen weit zurückgeklappt hatten, musste ich mich auf äußerst seltsame Art und Weise da reinklemmen und überhaupt Platz zu haben. Und bei meiner (Nicht-)Größe will das ja was heißen. Die beiden haben dann aber beschlossen, ein bisschen auf ihren Sitzen rumzuhopsen, dass ihre Rückenlehnen die ganze Zeit an meine Knie gekracht sind. Die sind jetzt grün und blau. Vielleicht sollte ich mal aufhören über diese unmöglichen, widerwärtigen Individuen zu berichten, ich bin schon wieder total hasserfüllt. :D Jedenfalls, falls die mir nochmal begegnen werde ich einfach mit meiner Plastikgabel (die ich immer in meiner Handtasche mit mir rumtrage) auf sie einstechen und dann so lange gegen ihre Schienbeine treten, bis sie weinend am Boden liegen.

Die Briten sind generell ein sehr unhöfliches, rücksichtsloses, unfreundliches Volk. Die Leute beim Kundenservice in der U-Bahn motzen einen blöd an; wenn man angerempelt wird, wird man angeschnauzt was einem eigentlich einfällt und dieses grässliche Pärchen ist ja wohl der beste Grund, England und seine Bevölkerung nicht zu mögen. Außerdem ist London, soweit ich das beurteilen kann, nicht halb so schön wie Dublin und die Leute in Dublin sind auch viel netter. Dublin ist halt einfach toll.
Und jetzt sind’s nur noch 3 Wochen. Ach es ist so traurig. Deswegen geh ich jetzt ein bisschen Frustschokolade essen. Habt noch nen schönen Sonntag!
Eva

25.11.12 17:43

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