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Am Rande des Wahnsinns

Liebe Männer, falls ihr euch durch den folgenden post angegriffen fühlen sollt, kann ich da leider auch nichts machen. Hättet ihr mal lieber eher dafür gesorgt, dass eure Artgenossen sich gebührend benehmen.
Liebe verheiratete Frauen, ich bewundere euch, dass ihr eure Ehemänner und ggf. Söhne nicht schon nach den ersten 5 Tagen hochkant aus der Wohnung geworfen habt.

Der Anlass für diesen post ist unsere Mittlerweile-Dreier-WG. Larissa, Yannick und ich. Marco ist gottseidank ausgezogen und hat sich somit selbst das Leben gerettet. Spätestens am Wochenende hätte ich ihn mit einer unserer Ein-Euro-Shop Lichterketten erwürgt.
Wie es dazu kam? Marco ist nicht nur ein Mann, sondern ein Italiener noch dazu. Italienische Frauen sind wirklich toll, nur ihre Männer haben sie nicht im Griff. Die wohnen mit 25 noch bei Mutti und haben noch nie eine Waschmaschine/einen Herd/ einen Wischmopp/ einen Staubsauger (diese Liste ließe sich ins Unendliche fortsetzen ... ) aus der Nähe gesehen. Außerdem haben Marco und ich einen inoffiziellen Krieg um’s Bad morgens geführt. Als er angekommen ist, meinte er, gar kein Problem, er geht um acht ins Bad und ist um 10 nach acht fertig, sodass ich dann um viertel nach acht rein kann. Am Montag hats noch geklappt. Am Dienstag hat er  bis 08:16 gebraucht. Am Mittwoch bis 08:25. Und das hat mich sehr genervt. Ich finde nämlich, ich bin im Recht, wenn ich keine Lust hab, frühs immer mein Frühstück ausfallen zu lassen, nur weil der werte Herr keine Lust hat, seinen Hintern pünktlich ausm Bett zu heben.
Am Montag hats mir dann gereicht, und als er um 08:15 Uhr als ich aufgestanden bin, noch nicht wach oder im Bad war, dachte ich mir, schlag ich ihm ein Schnippchen. Mein genialer böser Plan war, einfach ins Bad zu gehen und gaaaaaaaanz ausgiebig zu duschen, sodass er nicht rein kann. Soll er doch schauen wie er pünktlich in die Uni kommt. Und grade als mein kriminell geniales Gehirn diesen Plan zu Ende geplant hatte und ich nur kurz im Wohnzimmer was holen wollte, ist er aufgestanden, hat mich aus der Badtür geschoben und meinte „Can I?“ Nein kannst du nicht, Arschloch. Ich war kurz davor ihm einfach eine zu schmieren (morgens bin ich manchmal etwas ungenießbar).
Nun ja, wie auch immer, jedenfalls ist er jetzt gottseidank in ne andere WG gezogen und kann da den Leuten auf den Keks gehen und sie antatschen. Es ist nicht schön, friedlich am Esstisch zu sitzen und dann in die Wange oder den großen Zeh gekniffen zu werden.

Was außerdem nicht schön ist, dass unser Bad wieder schimmelt. Oder dass IMMER das Klopapier leer ist. Ernsthaft, was tut Yannick mit dem ganzen Klopapier? Wo kommt das immer hin? Und wenn er es leer macht, denkt er natürlich absolut nicht dran, vielleicht neues ins Bad zu stellen. Auch die Badtür muss man nach dem Duschen nicht offen lassen, weil hey, so ein bisschen schwarz angeschimmelte Wände sind doch ganz nice eigentlich. Und man muss auch sein dreckiges Geschirr nicht in die Spülmaschine räumen und seinen Müll kann man einfach auf den Boden fallen lassen. Irgendein Idiot findet sich schon, der das wieder aufräumt.
Larissa und ich sagen ihm jeden Tag ungefähr tausend mal, dass er die Badtür offen lassen soll, weil das schon wieder schimmelt und er sieht und riecht mit Sicherheit auch, dass unser Bad schon wieder total am verwesen ist, und es geht ihm voll an seinen 5 Buchstaben vorbei. Wenn ich könnte würde ich den Schimmel vom Bad in sein Zimmer rüber tragen.

Also versteht mich nicht falsch, Yannick ist ein netter Mensch (und er riecht gut) und das Zusammenleben mit ihm macht echt Spaß. (Wenn er Witze über einzeln verpackte Wiener Würstchen macht.) Aber eine WG lebt nunmal davon, dass jeder einen gewissen Beitrag leistet. Und so schwer ists doch nicht den Dreck den man gemacht hat, wieder wegzuräumen, oder lieg ich da falsch?
Deswegen haben Larissa und ich Bilder gemalt. Vielleicht denkt er jetzt mal dran:



 

Außerdem hab ich heute was sehr lustiges gesehen auf den Weg zur Arbeit. Man bedenke, dass das Clarion in Dublin’s Finanzdistrikt ist. Die spinnen die Iren.

 

Und jetzt ist Schluss. Ich leiste nämlich im Gegensatz zu manch anderen Personen meinen Beitrag zum WG-Leben und putze.
Und morgen abend geht’s schon los nach London Oooh ich freu mich so.

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende und schlagt euch nicht gegenseitig beim Derby die Köpfe ein.
Eva

21.11.12 22:28

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(24.11.12 18:01)
Hey Eva,
keep smiling
alles halb so wild. Tipp von mir: sammle allen Müll und leg ihn in sein Bett unter die Decke, wenn er abends mal länger unterwegs ist. Könnte Wunder bewirken. Und mit putzen wirst du dich abfinden. Mach ich bei uns in der WG auch seit vier Monaten alleine und das Positive daran ist: du weißt, dass es auch wirklich sauber ist und der Dreck nicht von einem Eck in das andere gekehrt wurde :D und danach darfst du dir dann auch ein schönes kaltes Bier gönnen
schönes Wochenende noch
LG Nika

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