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Blick auf den Lachs

Dieses Wochenende war sehr cool, wir waren nämlich in Cork. Cork ist ein mittelgroßes Kaff an der südlichen Küste Irlands und es ist soooooooooooooo schön da.
Aber erstmal die Vorgeschichte jetzt. Freitag Abend dachte ich, dass wir zu dritt nen Chilligen machen (der touchy Italiener ist in Galway mit der Uni) und bin halt so mit Gammelklamotten und Dosenpfirsichen im Wohnzimmer rumgehartzt. Auf einmal geht die Tür auf und die Boys stehen auf der Matte (und machen sich noch vor der Begrüßung über meinen Aufzug lustig, jaja) mit einer Palette Dosenbier. Na super. Larissa und ich wurden dann eingeweiht in die Geheimnisse der Männerwelt und für’s Leben traumatisiert. Und weil wir am Samstag um 06:15 Uhr aufstehen mussten (argh) sind wir dann um 12 irgendwann ins Bett. Was die Jungs aber nicht daran gehindert hat, in unserem Wohnzimmer weiterhin lautstark Männergespräche zu führen und die Einrichtung kurz und klein zu schlagen. Als wir sie gebeten haben, in einen Pub zu gehen, haben sie das natürlich nicht gemacht. Da müsste man ja sooo weit laufen. Nämlich genau in den Aufzug und auf die andere Straßenseite. Absolut unzumutbar.
Am Samstag haben wir uns dann völligst übermüdet aus dem Bett gequält und haben dann gleich mal im Wohnzimmer eine nette Überraschung vorgefunden: Einen Betrunkenen auf unserer Couch (was noch in Ordnung ist) und einen Kugelschreiber-Schriftzug auf unserem Esstisch. Ohne Papier dazwischen. Ein bisschen behindert sind die ja schon.
Dann haben wir uns zum Bus geschleppt und die 3 Std Fahrt größtenteils verschlafen (wer hätte das gedacht). Nur ich bin immer vom Gestank der Zwiebelchips der Person vor mir aufgewacht. Ich hab auch immer das dringende Bedürfnis penetrant stinkende Nahrungsmittel zu mir zu nehmen wenn mein Freund unmittelbar neben mir sitzt. Nachdem sie die Chips aufgegessen hatte, haben die beiden angefangen rumzumachen. Vielen lieben Dank auch.
Als wir dann in Cork angekommen sind, war strahlender Sonnenschein Als erstes haben wir dann unser Gepäck ins Hostel gebracht und sind dann auf Sightseeing-Wanderung gegangen.
Zuerst waren wir bei der Lachs-Kirche. Diese Iren haben doch ernsthaft ganz oben auf dem Turm dieser Kirche einen riesengroßen Metall-Lachs angebracht, so ähnlich wie in Deutschland die Wetterhähne immer. Und innen in der Kirche drin waren dann auch noch Lachs-Stühle. Außerdem konnte man in dieser Kirche den Turm hochlaufen und sein eigenes Lied mit den Glocken läuten. Larissa und ich sind höhenangstbedingt unten geblieben und haben Maja und Jessi dann allein oben „Alle meine Entchen“ läuten lassen.
Danach sind wir noch ungefähr bis abends wahllos in Cork rumgelaufen und waren unter anderem flauschige weiße Ziegen streicheln und an der shakey bridge. Das ist eine Hängebrücke (!) über den Fluss, die immer wackelt. Ihr könnt euch vorstellen, wie viel Spaß ich dran hatte da rüber zu laufen (nämlich keinen.)
Als es dann dunkel geworden ist, und wir nichts mehr gesehen haben, haben wir dann das Sightseeing beendet (haha) und sind ins Hostel. Das Zimmer war klein, kalt und hat nach Käsefüßen gestunken. Und zwar nichtmal nach unseren eigenen. Aber für eine Nacht war’s echt okay. Wir haben dann ein bisschen den Ausblick auf den Lachs der Lachs-Kirche genossen und Paprika-Orakel gespielt.
Als wir uns ausreichend regeneriert hatten, sind wir in einen wunderschönen Pub gegangen und haben Bailey’s getrunken. (Der Pub hieß „The Bailey“.) Um zehn haben wir uns dann mühsamst in unsere Stockbetten gequält. Wir werden alt.
Am Sonntag gings dann um neun Uhr frühs schon wieder los, in eine der 31248547918756 Kathedralen in Cork und ins College. Das College ist genau wie der Rest von Cork, einfach unglaublich schön Dann sind wir ein bisschen durch die Läden gezogen und als es angefangen hat, cats und dogs zu regnen haben wir uns was zu essen gesucht, und wollten dann da warten, bis es aufhört zu regnen. Hat es aber leider nicht. Es ist von Minute zu Minute schlimmer geworden. Irgendwann mussten wir dann aber doch da raus, um unsere Rucksäcke ausm Hostel zu holen. Larissa und Jessi hatten Winterjacken mit Kapuze und Maja und ich hatten 1,99€-Regenschirme von Rossmann. Wir waren dann aber alle gleichermaßen durchweicht. Und auf dem Weg zum Bus hat es dann auch noch richtig angefangen zu stürmen. Ihr könnt aus den Fotos ersehen, wie unsere Regenschirme jetzt aussehen – halt nein, nicht ganz. Ein paar Sekunden nach dem Foto, hat mein Regenschirm sich dazu entschlossen, sich einfach mal um 90° umzuknicken. Uns hat dann ein Mann nachgerufen „You can say goodbye to those brellies!“ You don’t say.
Und ein paar hundert Meter weiter kam uns dann ein weiterer Mann entgegen, der uns wütend angeschrien hat „Ya under ya umbrellas ya fuckin‘ stupid bitches!“ Äußerst liebenswürdig. Gottseidank haben wir’s dann doch endlich geschafft in den Bus zu steigen. :D
In Dublin regnets auch. Das ist uncool. Was allerdings cool ist, dass ich nächste Woche nur 4 Tage arbeiten muss, weil wir Donnerstag Abend nach London fahren. Juhu.

Habt eine schöne Woche mit qualitativ hochwertigen Regenschirmen im trockenen Deutschland!
Eva

P.S. Es gibt wieder neue Bilder, der Link ist hier: https://www.dropbox.com/sh/maja72jth7slkkv/GIKxJztXWb

18.11.12 23:03

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Strickliesl (19.11.12 18:37)
Ich dachte Du schreibst nur noch englische Blogs ???
Die Vergesslichkeit nimmt ab einem gewissen Alter doch ziemlich zu

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